Organkredit

Der Organkredit ist eine spezielle Kreditart, welche nur an justirische oder natürliche Personen vergeben wird, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem entsprechenden Kreditinstitut stehen, welches das Darlehen vergibt. Ein Beispiel ist ein Kredit, der an den Geschäftsführer der Bank ausgehändigt wird. Generell ist es so, dass ein Organkredit ausschließlich mit dem schriftlichen Einverständnis von sämtlichen Geschäftsleiterin einer Bank genehmigt werden kann. Daher ist ein Organkredit natürlich auch an spezielle Bedingungen gekoppelt. Wenn der Organkredit dringend vergeben werden muss, obwohl noch nicht alle notwendigen Einwilligungen vorliegen, so ist es allerdings auch noch möglich, diese nachzureichen. Wenn dies allerdings nicht der Fall ist, so muss das gesamte Darlehen wieder umgehend zurückbezahlt werden. Ganz wie bei einem normalen Kredit auch ist der Organkredit ein Darlehen, welches bestimmte Sicherheiten fordert. Diese unterscheiden sich allerdings je nach Zweck und Höhe des Darlehens – jede Bank hat hier eigene Richtlinien.

Der einstimmige Beschluss aller Geschäftsführer einer Bank ist deshalb so wichtig, um einem eventuellen Missbrauch vorzubeugen. Nicht selten kann der Kreditgeber auch ein Kreditnehmer sein. Prinzipiell entsprechen jedoch die Bedingungen eines Organkredits auch jenen von einem marktüblichen Kredit. Wenn diesen Bedingungen nicht nachgekommen werden kann, so muss man dies mit eigenem Kapital ausgleichen.

Für solche Entscheidungen ist dann wiederum die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zuständig. Ausnahmen existieren übrigens, wenn es um Obergrenzen bei einem Kredit geht. Bei Darlehen, wie an Handlungsbevollmächtigte des geschäftlichen Bereichs oder auch an Prokuristen vergeben werden, ist dies beispielsweise der Fall – nämlich genau dann, wenn die Kredithöhe das Gehalt eines Jahres nicht übertrifft.

← zurück zum Lexikon

Aktuelle Kreditangebote vergleichen und günstige Zinsen sichern!