Kommunalkredit

Ein Kommunalkredit, der auch Kommunaldarlehen genannt wird, ist eine spezielle Kreditform, welche sich nicht wie andere Kredite an Privatpersonen, sondern an Unternehmen oder auch an ganze Gemeinden richtet. Ein solches Darlehen wird in der Regel dazu verwendet, um unterschiedliche Projekte, die die jeweilige Kommune bzw. Gemeinde betreffen, überhaupt erst finanzieren zu können. Ebenso werden Kommunalkredite zum Abbau von Schulden oder für die Überwindung finanzieller Engpässe genutzt.

Meist wird ein Kommunalkredit mit relativ günstigen Zinsen vergeben. Das liegt daran, dass die Gemeinden nichts anderes sind als Schuldner mit einer recht guten Bonität. Im Normalfall ist ein Darlehen darüber hinaus ebenso durch das entsprechende Land gedeckt und daher sehr umfassend abgesichert. Diese Sicherheiten, die eine Bank fordert, können ganz unterschiedlich sein, wie zum Beispiel Grundstücke, wichtige staatliche Verantwortlichkeiten, die keinem Ausfallrisiko unterliegen oder auch wertvolle Immobilien. Manchmal geschieht es sogar, dass ein Kommunalkredit auch unmittelbar vom Land bzw. dem Bund an eine Kommune vergeben wird.

In der Regel ist es so, dass ein klassischer Kommunalkredit sich durch eine kurz- oder auch durch eine mittelfristige Laufzeit auszeichnet. Längerfristige Kreditaufnahmen sind in diesem Fall eine Ausnahme, allerdings nicht ganz unmöglich. Auf der anderen Seite besitzen die meisten öffentlichen Einrichtungen über eine recht gut vorhersehbare Planung ihrer Einnahmen, da natürlich große Ausgaben und große Einnahmen meist im Wechsel einhergehen. Dies macht eine Gemeinde zu einem sicheren Geschäftspartner, der seine Schulden meist schnell und ohne große Probleme wieder abzahlen kann. Daher geht die Bank nur ein recht geringes Risiko bei der Vergabe eines solchen Kredits ein.

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