Immobilienkredit

Viele Verbraucher träumen davon, sich den Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen. Da der Kauf oder Bau eines Hauses bzw. einer Wohnung eine recht kostspielige Angelegenheit ist, können sich viele Deutsche diesen Traum nicht aus der Portokasse erfüllen. Das ist auch nicht nötig, denn Banken bieten spezielle Immobilienkredite, oftmals zu deutlich günstigeren Konditionen als normale Konsumentendarlehen, an. Je nach Bank werden diese Spezialdarlehen erst ab einer Kreditsumme von 25.000 bzw. 50.000 Euro vergeben. Immobilienkredite sind zweckgebundene Darlehen, das bedeutet, dass der Kreditnehmer nicht frei über die geliehene Geldsumme verfügen kann – das Geld kann lediglich für den Kauf, Bau, die Sanierung oder Renovierung von Immobilien verwendet werden. Anders als Konsumentenkredite werden Immobilienkredite in der Regel nicht über das Internet vergeben – da es sich meist um sehr hohe Darlehensbeträge handelt, ist es sinnvoll, den Finanzierungswunsch mit einem Kreditexperten  anhand einer persönlichen Beratung zu besprechen und abzuschließen.

Einer der wichtigsten Schritte beim Abschluss eines Immobilienkredites ist die richtige Vorbereitung: Der Bauherr oder Immobilienkäufer sollte im Vorfeld genau berechnen, welchen Finanzierungsbedarf er hat: Hierzu muss in einer Haushaltsrechnung der Kaufpreis der Immobilie, anfallende Kaufnebenkosten und sämtliches Eigenkapital des Verbrauchers gegenübergestellt werden. Zum Eigenkapital werden im engeren Sinne sämtliche Sichteinlagen und das Bankvermögen in Form von Termingeldeinlagen und Spareinlagen gezählt. Die Höhe des Eigenkapitals ist auch für die Bank von entscheidender Bedeutung: Die meisten Geldhäuser gewähren nur dann einen Immobilienkredit, wenn der Verbraucher mindestens 20 Prozent des Kaufpreises bereits an Eigenkapital angespart hat. Desweiteren sollten sich Bauherren über aktuelle Zinskonditionen informieren. Hierzu gibt es diverse Internetseiten wie www.aktuelle-bauzinsen.de im Web. Zinsschwankungen von z.B. 0,1% über Jahrzehnte viel Geld ausmachen.

Auch die Kreditsicherung ist bei Immobilienkrediten anders als bei normalen Ratenkrediten. Während sich die Bank bei einem Konsumentendarlehen bei einem möglichen Kreditausfall mit der Einkommenspfändung begnügt, muss der Schuldner der Bank bei einem Immobilienkredit höhere Sicherheiten bieten: Bis die gesamte Darlehenssumme des Immobilienkredites an die Bank zurückgezahlt wurde, geht der Besitz der Immobilie an das Geldhaus über. Sollte der Verbraucher also nicht mehr in der Lage sein, das geliehene Geld an die Bank zurückzuzahlen, hat diese das Recht, die Immobilie in einer Zwangsversteigerung zu verkaufen. Durch den Erlös der Zwangsversteigerung wird im Anschluss die Kreditschuld gedeckt. Diese Sicherheit wird beim Abschluss des Kreditvertrages als Grundschuld von einem Notar in das Grundbuch eingetragen. Wenn der Verbraucher seine Schuld bei der Bank getilgt hat, wird die Grundschuld gelöscht und der Besitz an der Immobilie geht komplett an den Käufer über.

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