Großkredit

Wenn man recht plötzlich möglichst viel Geld benötigt, dann ist die Aufnahme eines Darlehens etwas, das sich immer lohnt. Eine Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man diesen auch wirklich wieder zurückzahlen kann, ohne dadurch in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Wenn die Höhe des Kredits dabei eine gewisse Grenze übersteigt, so nennt man das Darlehen Großkredit. Bei diesem gibt es natürlich im Vergleich zum regulären Kredit einige besondere Regeln. Bereits der Begriff ist ein erstes Indiz dafür, dass es sich bei dieser Darlehensvariante um große Summen handelt. Meist liegen die Beträge im vier- oder fünfstelligen Bereich oder sind sogar noch höher. Man bezeichnet einen Großkredit erst dann als einen solchen, wenn er mindestens 10 % größer als das Eigenkapital der jeweiligen Bank ist. Dies ist sehr selten und bei Privatpersonen in der Regel nicht der Fall. Meist handelt es sich um große Konzerne.

Im Vergleich zu einem normalen Darlehen, über das normalerweise auch einzelne Sachbearbeiter entscheiden können, muss ein Großkredit von sämtlichen Leitern einer Bank bewilligt werden, bevor er ausgezahlt werden kann. Das liegt vor allem am enormen finanziellen Risiko, das das Kreditinstitut damit eingeht. Weiterhin ist der typische Großkredit in jedem Fall der so genannten Evidenzzentrale, die sich in Berlin befindet, zu melden. Über diese Einrichtung können die Kreditgeber, also in der Regel die Banken selbst, wichtige Informationen über den Kreditnehmer erfahren, wie beispielsweise über den Stand der Verschuldung. Selbstverständlich gibt es auch bei einem Großkredit Limits, diese liegen allerdings im Ermessen der Bank und sind von Kreditinstitut zu Kreditsinstitut ganz unterschiedlich.

← zurück zum Lexikon

Aktuelle Kreditangebote vergleichen und günstige Zinsen sichern!