Fremdkapital

Als Fremdkapital werden sämtliche Schulden eines Unternehmens bezeichnet. Es ist das Kapital eines Unternehmens, das nicht von seinen Eigentümern gebildet wird. Fremdkapital hat deshalb auch kein Mitbestimmungsrecht.

Fremdkapital wird gebraucht, um einem Unternehmen die nötigen laufenden Zahlungen wie Personalkosten, Anschaffungskosten für Maschinen, Wartung, Pflege usw. zu ermöglichen. Oft reicht das eigene liquide Finanzpolster nicht aus, um die täglichen Ausgaben des Betriebes zu decken, bis wieder Geld aus dem Verkauf von Dienstleistungen oder Güter eingenommen wird. Fremdkapital wird beispielsweise benötigt, wenn eine Steigerung der Produktion (Ankauf neuer Maschinen, mehr Personal) aus eigenen Mitteln nicht finanziert werden kann.

In solchen Fällen ist das Unternehmen auf Fremdkapital angewiesen. Dies kann einerseits die Bank, im Allgemeinen die Hausbank des Unternehmens, in Form von kurzfristigen Krediten wie Überziehungskrediten oder gar langfristigen Darlehen gewähren. Für die Gewährung von Krediten und Darlehen erhält die Bank eine Vergütung, die Zinsen.

Andererseits kann Fremdkapital durch einen Lieferantenkredit gewonnen werden. Hier räumt der Lieferant der Ware dem Unternehmen ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen ein. In diesem Fall bleibt die gelieferte Ware bis zur endgültigen Bezahlung Eigentum des Lieferanten (Eigentumsvorbehalt).

Benötigt ein Unternehmen mehr und mehr Fremdkapital, kann dies für Banken und Geschäftspartner ein Zeichen sein, dass es dem Unternehmen nicht gut geht.

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