Darlehensgeber

Ein Darlehen ist heute schon eine ganz alltägliche Sache. Denn fast jeder leiht oder verleiht Geld im Alltag. Banken und Sparkassen, die so genannten Kreditinstitute, aber auch Privatleute gewähren Darlehen zu größeren und kleineren Beträgen. Diejenigen, die das Geld den Darlehensnehmern zur Verfügung stellen, nennt man beim Darlehen die Darlehensgeber. Das Darlehen und seine Abwicklung ist gesetzlich geregelt. Die meisten dieser Regelungen sind zwingend zum beiderseitigen Schutz vor Gefahren festgelegt. Man findet die Paragraphen über das Darlehen im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch im so genannten Schuldrecht. Bei einem Darlehen stellt der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer einen bestimmten festgelegten Geldbetrag zur Verfügung. Dieser Geldbetrag wird in der Regel zu einem ebenfalls festgelegten Datum zurückgezahlt. Ob das Geld zu verzinsen ist oder das Darlehen zinslos gewährt wird, können die Vertragsparteien frei entscheiden.

Sollte aber der Darlehensgeber den begründeten Verdacht hegen, dass der Darlehensnehmer in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten kommen kann, so darf der Darlehensnehmer das Darlehen in der Regel mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Das Darlehen wird dann sofort zur Rückzahlung fällig. Oft hört man auch von so genannten widerrechtlichen oder missbräuchlichen Darlehen. Das kann der Fall sein, wenn ein Darlehensgeber überhöhte Zinsen im Vertrag verlangt hat. Sollte ein Gericht der Ansicht sein, dass überhöhte Zinsen vereinbart worden sind, so darf der Darlehensnehmer das Darlehen bis zum vereinbarten Rückzahlungstermin behalten ohne dass er an den Darlehensgeber Zinsen zu zahlen hat. Vor dem Abschluss eines Darlehens sollten daher sowohl Darlehensnehmer als auch Darlehensgeber genau darauf achten, welche Konditionen sie im Vertragstext aufgeführt haben. So kann es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommen.

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