Buchkredit

Ein Buchkredit ist ein von einer Bank an ein Unternehmen oder eine Privatperson gewährtes Darlehen. Hierbei wird die Kreditvergabe nicht mit eigens dafür angefertigten Dokumenten beurkundet.

Buchkredite bestimmen das Leben fast aller Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland mit: Das Überziehen des Girokontos, auch bekannt als Dispositionskredit, ist ein klassischer Buchkredit. Die Bank akzeptiert hierbei, dass der Kontoinhaber das Konto überzieht, wobei der Kunde oder die Kundin wiederum akzeptiert, dass die Bank hierfür Zinsen verlangt und diese vom Konto abzieht. Hiermit ist bei Duldungen über den eigentlichen Verfügungsrahmen hinaus sogar ohne Vertrag ein Kreditgeschäft abgeschlossen worden, was allerdings die Ausnahme ist. In der Regel wird zwischen Kontoinhabern und der Bank ein Dispositionsrahmen vereinbart, der sich in seiner Höhe nach den regelmäßigen Zahlungseingängen auf dem Konto bemisst.

Darüber hinaus gehende Verträge oder Sicherheiten gibt es allerdings nicht, es entfällt also eine Schuldverschreibung.
Ähnliches gilt für einen Akzeptkredit: Die Bank akzeptiert hier einen Wechsel des Kreditnehmers und räumt damit ein Darlehen ein, das ebenfalls ohne weitere Formalitäten auskommt. Solche Akzeptkredite sind zwischen einer Bank und einem Unternehmen überaus häufig und erstrecken sich meist über wenige Wochen, die das Unternehmen seinen Kunden als Zahlungsfrist einräumt.

Auch im Vorab zur Verfügung gestellte Leistungen eines Unternehmens an Kunden etwa bei der Nutzung von Mobiltelefonen sind im Grunde genommen Buchkredite zwischen dem Anbieter und den Kunden.

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