Bereitstellungszinsen

Wer sich mit Darlehen und Krediten beschäftigt, der stößt immer wieder auch eine ganze Reihe von Fachbegriffen, die man als Otto-Normalverbraucher schlichtweg nicht kennen kann. Einer dieser Begriffe sind z.B. die „Bereitstellungszinsen„. Was ist das genau? Sind Bereitstellungszinsen der Zins, der für den Kredit zu zahlen ist? Oder spielen Bereitstellungszinsen für einen normalen Darlehensnehmer keine Rolle?

Nun, hinter dem Begriff Bereitstellungszinsen verbirgt sich auf keinen Fall der „normale“ Zins eines Darlehens. Dieser wird in jedem Kreditangebot und auch im Kreditvertrag als Nominal- und als Effektivzins bezeichnet. Bereitstellungszinsen sind vielmehr Zinsen, die in dem Moment anfallen, wenn das Darlehen von der Bank bereitgestellt wird, also abrufbereit ist, jedoch nicht genutzt wird. Dies kann z.B. dann der Fall sein, wenn die alte Bank noch nicht die genauen Ablösesummen mitgeteilt hat oder aber wenn ein Bauvorhaben aus irgendwelchen Gründen ins Stocken gerät.

Warum gibt es Bereitstellungszinsen?
Eine Bank lebt vom Leihen und Verleihen von Geld. Wenn jetzt jemand ein Darlehen aufnimmt, dieses aber nicht abruft, dann stellt die Bank Gelder zur Verfügung, die nicht genutzt werden. Diese Gelder sind aber aus dem normalen Geschäftskreislauf der Bank raus, können also nicht an andere Kunden verliehen werden. Um dieses „tote Kapital“ zu vermeiden, gibt es den Bereitstellungszins.

Bei einem normalen Kreditablauf gibt es grundsätzlich keinen Breitstellungszins. Lediglich dann, wenn bei der Kreditaufzahlung etwas schief läuft, unerwartete Ereignisse eintreten, oder es sich bei dem Kredit um einen Abrufkredit handelt, können Bereitstellungszinsen eine Rolle spielen. Die hier verlangen Zinsen sind jedoch regelmäßig sehr viel geringer als die Zinsen des Kredites selber.

← zurück zum Lexikon

Aktuelle Kreditangebote vergleichen und günstige Zinsen sichern!