Bankabsicherung

Die Bankabsicherung dient der Sicherung eines Kreditinstitutes gegen Kreditausfälle, die zwar nicht auszuschließen sind, aber die Liquidität der Bank nicht existenziell gefährden dürften. Die Vorschriften hierzu finden sich in den Basel II und III Richtlinien der Europäischen Kommission. Von der Bankabsicherung abzugrenzen ist die Einlagensicherung, die umgekehrt die angelegten Gelder der Kunden schützt.

Möglichkeiten der Bankabsicherung

Grundsätzlich kann die Bank vergebene Kredite auf zwei Wegen besichern: durch Sicherheiten des Kreditnehmers inklusive Objektbeleihung/Grundpfandrechten und durch fristenkongruente Kreditvergabe. Die zweite Möglichkeit berührt den Kreditnehmer selbst überhaupt nicht, sondern stellt einen bankinternen Vorgang dar. Zur ersten Möglichkeit gehören:

  • Grundpfandrechte: Bei der Finanzierung eines im Grundbuch eingetragenen Objektes (Immobilie und/oder Grundstück) erfolgt die Bankabsicherung durch den vorrangigen Eintrag der Bank ins Grundbuch. Die Bank ist damit bis zur Tilgung des Darlehens erster Gläubiger und besitzt das vorrangige Verwertungsrecht am Grundstück, was die Bankabsicherung darstellt.
  • Sonstige Pfandrechte: Alle behördlich oder in anderer Form juristisch einwandfrei registrierten Rechte eines Schuldners können an die Bank verpfändet werden, also ein Kfz-Brief ebenso wie die Urkunde über eine Kapitallebensversicherung oder das vom Arbeitgeber per unbefristetem Arbeitsvertrag zugesicherte Gehalt.
  • Akkreditiv: Bei dieser Form der Bankabsicherung haftet eine andere Bank mit den Einlagen des Schuldners für dessen neue Verbindlichkeiten. Die Hausbank, bei der ein positiver Saldo (beispielsweise per Festgeldeinlage) existiert), stellt förmlich das Akkreditiv für den aufgenommenen Kredit aus.
  • Bürgschaft: Eine dritte Person haftet für die aufgenommenen Schulden und leistet damit die Bankabsicherung.

Die fristenkongruente Kreditvergabe als internes Mittel der Bankabsicherung bedeutet, dass die Bank im Idealfall Kredite stets nur im adäquaten Verhältnis zu angelegten Geldern von Kunden und mit fristenkongruenter Laufzeit vergibt. Wenn also Festgelder über eine Million Euro über fünf Jahre angelegt wären, könnte die Bank zum gleichen Zeitpunkt Kredite (mit etwas höherem Zinssatz) über eine Million Euro mit fünfjähriger Laufzeit vergeben. Dieser idealtypische Fall inkludiert natürlich Verschiebungen zwischen Einlagen und Kreditgeschäft, doch muss die Fristenkongruenz angestrebt werden, um Liquiditätsprobleme auszuschließen. Wenn dieser Punkt vernachlässigt wird, können Banken bei Defaults (Kreditausfällen) ab einer bestimmten Größenordnung in Schieflage geraten.

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