Avalkredit

Im Vergleich zu vielen anderen Kreditvarianten, ist ein Avalkredit ein so genannter indirekter Kredit. Das bedeutet, dass man als Antragsteller kein Bargeld zur Verfügung gestellt bekommt, mit denen man selbst Investitionen oder bestimmte Anschaffungen tätigen kann, sondern um eine besondere Form der Bürgschaft. Meist kommt ein Avalkredit im geschäftlichen Bereich oder auch bei einem Mietaval vor. Dieses ist bei privaten Personen ein häufig genutzter Ersatz für ein Mietkautionskonto, auf dem die verlangte Sicherheit von einem Vermieter abgelegt wird. Das Kreditinstitut verpflichtet sich mit diesem Mietaval dazu, für die Schulden des Kontoinhabers, also dem Kreditnehmer, aufzukommen – dies geschieht besonders dann, wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, offene Zahlungen zu begleichen.

Eine Gegenleistung für den Kredit ist dann die Avalprovision, die der Kreditnehmer an die Bank zu leisten hat. In der Regel beläuft sich diese auf ungefähr 0,2 bis etwa 0,5 Prozent im Monat und lässt sich mit einem ganz normalen Kreditzins recht gut vergleichen. Avalkredite kommen im geschäftlichen Bereich nicht selten dann vor, wenn Kommunen oder auch Länder für spezielle Aufgaben bei einer öffentlichen Ausschreibung von einem Bewerber eine spezielle Sicherheit verlangen – wie zum Beispiel eine Bankbürgschaft.

So kann ein Avalkredit einerseits mit einer Garantieerklärung des Kreditvergebers oder auch mit einer Bankbürgschaft einher gehen. Was hier wirklich sinnvoller ist, hängt ganz vom persönlichen Bedarf ab, für den man den Avalkredit benötigt. Normalerweise beträgt die maximale Bürgschaft für einen Avalkredit 30 Jahre, in Ausnahmefällen ist jedoch auch eine Verlängerung möglich – dies wird dann mit der Bank besprochen.

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