Avalgebühr

Eine Avalgebühr ist eine Bürgschaftsgebühr, die Banken für die Bearbeitung und Übernahme einer Bürgschaft erheben. Die Avalgebühr ist generell vom Kreditnehmer zu tragen.

Diese Gebühr entsteht, wenn ein Kreditinstitut als Bürge für ihren Kunden gegenüber einem Dritten eintritt. Die Bank übernimmt die Bürgschaft und bestätigt mit dem Aval, dass ihr Kunde in der Lage ist, den Kauf eines bestimmten Objektes finanzieren zu können. Sollte es zu Zahlungsausfällen des Kreditnehmers kommen, tritt das Kreditinstitut für die fälligen Zahlungen ein.

Vor der Ausstellung einer Bankbürgschaft prüfen die Banken jedoch genau,ob eine solche Zahlungszusage (Bürgschaft) zu gewähren ist. Zur Prüfung der Bonitätsanforderungen wird eine komplette Übersicht über die finanziellen Verhältnisse des Aval-Antragstellers verlangt. Für die Bearbeitung fallen die Avalgebühren an, die sich auf einen bestimmten prozentualen Anteil der Avalsumme unter Berücksichtigung der Laufzeit des Avals, dem Zweck der Bankbürgschaft und der Art der Verbindlichkeiten belaufen. Mit der Avalgebühr werden der Verwaltungs- und Prüfungsaufwand der Unterlagen des Kreditnehmers, die Bonitätsprüfung sowie die Übernahme des Risikos durch die Bank beglichen. Die Kreditinstitute gewähren eine Bankbürgschaft in der Praxis üblicherweise nur bei sehr guten Sicherheiten und einem geringen Ausfallrisiko des Avalnehmers.

In der Regel betragen die Avalgebühren zwischen ein und drei Prozent der Avalsumme, die jährlich oder in monatlichen Raten an das Kreditinstitut zu zahlen sind. Auch wenn die Gewährung der Bankbürgschaft unbefristet ist, wird das Kreditinstitut eine jährliche Überprüfung der Voraussetzungen für die Gewährung des Avals neu überprüfen, wofür eine jährliche Avalgebühr bis zu einem Prozent der Avalsumme anfällt.

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