Ablösewert

Unter dem Begriff „Ablösewert“ versteht man denjenigen gegenwärtigen, also den aktuellen Wert, der zur Wertermittlung eines Leasingobjektes berechnet wird. Er hat in der Regel nur buchhalterischen Charakter. Der Ablösewert ist stets mit einem im Vorfeld abgeschlossenen Leasingvertrag oder mit einem dem Leasingvertrag artverwandten Vertrag verknüpft. Bei derartigen Verträgen wird ein von den Parteien festgesetzter Betrag während einer vereinbarten Laufzeit vom Leasingnehmer getilgt. Der monetäre Betrag zu Beginn des Objektwertes setzt sich dabei aus den Zinsen plus den zu Abschluss des Vertrages bestehenden Wert des jeweiligen Leasinggegenstandes zusammen. Durch die Verringerung des Wertes aufgrund der für die Tilgung durchgeführten Teilzahlungen des Leasingnehmers verbleibt der restliche Wert, also der Restwert.

Um nun das geleaste Objekt zum Zeitpunkt des Vertragsendes übernehmen zu können, muss der Leasingnehmer den sogenannten Restwert des Leasingobjektes entrichten.
Während der Laufzeit des Leasingvertrages jedoch legt man nicht den Restwert, sondern den Ablösewert als Basis der Wertbestimmung zugrunde. Jene buchhalterische Größe muss keineswegs mit dem derzeitigen üblichen Marktwert des Objekts übereinstimmen. Das rührt daher, dass der Wert des Leasingobjektes, welches vom Leasingnehmer während der Vertragslaufzeit übernommen werden will, unterschiedlichen Faktoren unterworfen ist, die man begrifflich unter dem sogenannten abgezinsten Barwert umfasst und beschreiben kann.
Durch die Entrichtung des Ablösewertes ist es dem Leasingnehmer möglich, noch vor Vertragsende des Leasings das Objekt in sein Eigentum fließen zu lassen. Allerdings müssen sich die Parteien darüber einig sein; eine Zustimmung des Leasinggebers ist für eine Übernahme des Leasingobjektes während der Laufzeit des Leasingvertrages zwingende Voraussetzung.

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